Geschichtsblatt

Geschichtsblatt Nr. 119 (2020)

Das neue Geschichtsblatt beginnt mit der Neujahrsansprache von Bürgermeister Peter Reichert, bei der er im Januar 2020 beim Neujahrsempfang hoffnungsvoll auf das neue Jahr schaute und in der anschließenden Diskussionsrunde mit örtlichen Ärzten sprach. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.In Zeiten von Corona verdeutlicht die diesjährige Ausgabe, die Kontinuität des Eberbacher Geschichtsblatts, das seit seinem erstmaligen Erscheinen im Jahr 1901 den Ersten Weltkrieg, die Spanische Grippe, die Weltwirtschaftskrise und den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges überstand sowie mit nur einer kurzen Unterbrechung zwischen 1944-1950 bis heute erscheint. Es ist damit eine der ältesten stadtgeschichtlichen Veröffentlichungen im nordbadischen Raum. Diese Beständigkeit zeigt sich auch in den langjährigen Amtszeiten der Schriftleiter: Dr. John Gustav Weiss (1901-1928), Dr. Karl Durand (1928-1934), Gymnasialprofessor Dr. Ferdinand Haag (1934-1943, 1951-1958 und 1966-1976), Dr. Oskar Kilian (1958-1966), Gymnasialprofessor Helmut Joho (1976-2000) und Dr. Rüdiger Lenz (2000-2020). Mit dem Erscheinen der diesjährigen Ausgabe übernahm der Eberbacher Stadt- und Verbundarchivar Dr. Marius Golgath am 24.11.2020 die Schriftleitung des Geschichtsblatts. Er ist damit der siebte Schriftleiter, der die Tradition fortführt.

Der neue Band ist sehr vielseitig und deckt unterschiedliche Themen und Jubiläen ab. Der als „Wächter vom Ohrsbergturm“ bekannte Stadtförster Hubert Richter geht auf das 50-jährige Jubiläum des 1970 erbauten Ohrsbergturms ein, dessen Bericht mit historischen Aufnahmen und Plänen bebildert ist. Stadtarchivar Dr. Marius Golgath stellt die Eberbacher Gerberfamilie Balde vor, aus der auch der bedeutende Bürgermeister Johann Peter Balde (Amtszeit 1832-1839) hervorging. Der bisherige Schriftleiter Dr. Rüdiger Lenz knüpft mit seinem Artikel über das Eberbacher Elenden- bzw. Armenhaus an eine Thematik an, die der 2018 überraschend verstorbene Kinderarzt Dr. Ulrich Spiegelberg aus Hirschhorn aufgreifen wollte. Vier Beiträge stammen von Rainer Hofmeyer. Zum einen arbeitete er die Historie der beliebten Eberbacher Biermarke „Rosenbräu“ auf. Ein weiterer Beitrag handelt über das internationale Bergrennen, das letztmalig vor 50 Jahren (1970) ausgetragen wurde und bekannte Rennfahrer, wie Hans Stuck, nach Eberbach führte. In zwei weiteren Beiträgen von Rainer Hofmeyer werden der bisherige Stadt- und Verbundarchivar Dr. Lenz und gleichzeitig dessen Amtsnachfolger Dr. Marius Golgath vorgestellt. Peter Zimber untersucht die Nachkriegszeit mit der amerikanischen Besatzung, die vor 75 Jahren für viele Eberbacher Bürger einen Einschnitt bedeutete. Christa Haas greift wieder gekonnt die Historie des Stadtteils Friedrichsdorf seit 1973 auf und macht auf interessante Aspekte aufmerksam, wie die historischen Beziehungen zu Badisch-Schöllenbach und Gaimühle. Postum wurde ein Artikel des 2019 verstorbenen Ingenieurs Hans Klinge über den Fund des Minerals Baryt im Rockenauer Wald abgedruckt, um seine langjährige Erforschung der Eberbacher Geologie und Gesteinsgeschichte zu würdigen.

In der Totenliste werden die Verstorbenen des Jahres 2019 genannt, darunter die Altstadträte Irmgard Baur und Fred Henk. Die Archiv- und Museumsberichte, die Mitteilungen, Ehrungen, das heimatliche Schrifttum, das Zeitgeschehen und die Statistik der städtischen Ämter runden die Ausgabe, wie gewohnt, ab. Aufgrund der Änderung des bisherigen Ehrungsrhythmus durch Bürgermeister Reichert im Jahr 2019, werden erstmalig die Ehrungen des Gemeindetags und den Städtetags veröffentlicht. Die Ausgabe zeigt, dass der Blick auf die eigene Heimat ein Wegweiser für die Zukunft ist.

Das Geschichtsblatt erscheint in der Vorweihnachtszeit und hat eine Auflage von 700 Stück. Die Ausgabe Nr. 119 (2020) kann für € 11,50 über das Stadtarchiv, die Tourist-Info und den örtlichen Buchhandel bezogen werden. Die Abonnenten erhalten das Geschichtsblatt zum ermäßigten Preis von € 9,00 + Porto.  

Ältere Ausgaben (ab 1977) können über das Stadtarchiv bezogen werden.

 

Kontakt Stadt Eberbach

Stadtarchiv / Verbundarchiv

Besucher- und Postanschrift
Schulweg 6
69412 Eberbach - Pleutersbach

Telefon 06271 1055
Telefax 06271 71940

stadtarchiv@eberbach.de
stadt@eberbach.de

Achtung:
 
Ab Montag 02.11.2020 ist das Stadt- und Verbundarchiv aufgrund der Ausbreitung der Corona-Pandemie für den Publikumsverkehr geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Sie können uns jedoch weiterhin per Telefon und E-Mail erreichen.